Die Mitte Lachen beantragt höhere Steuersenkung

Die CVP Lachen, die sich neu «Die Mitte Lachen» nennt, wird an der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember einen Antrag einreichen, den Steuerfuss
um 8 statt wie vom Gemeinderat beantragt nur um 3 Prozent einer Einheit zu senken.

Die Finanzen der Gemeinde gaben an der kürzlichen Parteiversammlung der CVP Lachen (neu Die Mitte Lachen) viel zu reden. Allerdings weniger der Voranschlag 2022, der von Säckelmeister Roland Eberhard gewohnt kompetent vorgestellt wurde. Angeregt diskutiert wurde vielmehr der Steuerfuss für 2022. Noch vor einem Jahr präsentierte sich die Ausgangslage eher schwierig. Insbesondere die unbekannten Auswirkungen der Corona-Krise, die relativ hohe Verschuldung der Gemeinde sowie grössere bauliche Vorhaben veranlassten den Gemeinderat, die Steuern um 3 Prozent einer Einheit zu erhöhen. Die CVP Lachen unterstützte damals den Gemeinderat.

Inzwischen hat sich die Situation erheblich verändert. Der befürchtete Corona-Einbruch für die öffentlichen Haushalte blieb aus. Sowohl der Kanton Schwyz wie auch fast alle Gemeinden verzeichnen Steuereinnahmen weit über den Erwartungen. Stand heute zeichnet sich ab, dass die Rechnung 2021 der Gemeinde Lachen statt mit einem erwarteten Defizit von über 4 Millionen Franken mit einer schwarzen Null abschliessen wird. Damit bleibt das Eigenkapital auf einem hohen Stand und dürfte sich durch die neue Rechnungslegung sogar noch massiv erhöhen. Die Steuereinahmen, so die übereinstimmende Einschätzung, werden sich aller Voraussicht nach auch in den kommenden Jahren weiterhin positiv entwickeln. Andererseits stehen grössere Vorhaben bevor, insbesondere der Bau einer Mehrzweckhalle, und auch die Verschuldung bleibt hoch. Zudem ist sich die Mitte durchaus bewusst, dass ein noch attraktiverer Steuerfuss unterschiedlichste Auswirkungen auf das Dorf und seine Bewohnerinnen hat.

Keine Steuern auf Vorrat

Nach Abwägen der verschiedenen Argumente ist die Versammlung der Mitte Lachen zum Schluss gekommen, dass es gerechtfertigt ist, jetzt eine Zeichen zu setzen und den Steuerfuss der Gemeinde für 2022 um 8 Prozent auf neu 90 Prozent einer Einheit zu senken. Der Vorschlag des Gemeinderats, der nur um 3 Prozent senken will, wird als zu zögerlich beurteilt. Aus Sicht der Mitte ist die Gemeinde auch mit einem deutlich tieferen Steuerfuss in der Lage, ihre Aufgaben wahrzunehmen und kann grössere Vorhaben wie die Sanierung der Alten Kaplanei und insbesondere den Bau einer Mehrzweckhalle realisieren. Die Mitte unterstützt die Bemühungen, damit Lachen für alle Bewohnerinnen und Bewohner lebenswert bleibt und nicht zu einem Paradies für Wenige wird. Auch deshalb ist eine massvolle Finanzpolitik wichtig.

Weiter besprochen wurden die übrigen Geschäfte der beiden Gemeindeversammlungen, konkret das Projekt Alte Kaplanei, die Statutenrevision des ZAM sowie das Projekt KVA Linth 2025. Die Gemeinderäte Ueli Korrodi und Claudio Rebsamen stellten sie fundiert vor und beantworteten offene Fragen. Kantonsrat Franz-Xaver Risi gab einen Überblick zu aktuellen Themen der kantonalen Politik. Und schliesslich beschloss die Parteiversammlung nach eingehender Diskussion, dem Beispiel der nationalen und kantonalen Partei zu folgen und sich in «Die Mitte Lachen» umzubenennen. Der Präsident Matthias Stähli beendete die interessante und informative Versammlung nach gut drei Stunden.

Kategorie: Allgemein | Kommentare deaktiviert für Die Mitte Lachen beantragt höhere Steuersenkung

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.